Seit dem 1. Januar 2015 gibt es einen gesetzlich festgelegte Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung von 14,6 %.
Benötigt eine Krankenkasse mehr Geld, kann ein „kassenindividuellen Zusatzbeitrag“ erhoben werden, der ebenfalls prozentual vom Einkommen des Versicherten berechnet wird.

Wenn der aktuelle der Zusatzbeitrag zur Deckung der Ausgaben nicht ausreicht, kann die Kasse den Zusatzbeitrag durch eine Satzungsänderung erhöhen (bei guter finanzieller Lage auch wieder heruntersetzen).

Sonderkündigungsrecht in Kürze

Wenn Ihre Gesetzliche Krankenkasse den Beitrag erhöht, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

Dabei gilt folgende Regel:

Die Kündigungsfrist von 2 vollen Monaten ist immer einzuhalten Kündigung (zum Ende des übernächsten Monats)
Die Bindefrist von 18 Monaten seit dem letzten Wechsel einer Krankenkasse entfällt.

Ein Beispiel:
Ihr Krankenkasse teilt Ihnen Mitte April mit, dass sie ab dem 01. Mai den Beitragssatz erhöht.

Wenn Sie dann im April noch kündigen (d.h. die Kündigung ist bis zum 30. April nachweislich bei der bisherigen Krankenkasse eingegangen) sind Sie ab dem 01. Juli bei der neuen Krankenkasse versichert.

Tipp: Sie können die Kündigung auch schon aussprechen, ohne sich für eine neue Krankenkasse entschieden zu haben.
Sie haben nämlich die zwei Monate der Kündigungsfrist Zeit, sich bei der neuen Krankenkasse zu versichern.
Falls Sie keine neue Kasse gefunden haben ist das auch kein Problem, da Sie dann in der bisherigen Kasse Mitglied bleiben.
(Die Kündigung wird erst wirksam wenn die "alte Krankenkasse" die Mitgliedsbestätigung der "neuen" Krankenkasse bekommt.)